HVG-DGG Forschung
Quellen kritischer Spurenelemente in der Glasproduktion und Vermeidung von unerwünschten Anreicherungen (Anreicherung 2)

Autor: Walter, Dominic; Fleischmann, Bernhard
Veröffentlichungsjahr: 2023
Seitenanzahl: 39

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Kurzbeschreibung

Von Mai 2020 bis April 2023 wurde am Institut der Hüttentechnischen Vereinigung der Deutschen Glasindustrie (HVG), Offenbach am Main, das IGF-Forschungsvorhaben mit dem Thema "Quellen kritischer Spurenelemente in der Glasproduktion und Vermeidung von unerwünschten Anreicherungen" (IGF/AiF-FV Nr. 21222N) bearbeitet.

Das Vorhaben "Anreicherung 2" hat das Ziel, die Quellen unerwünschter Verunreinigungen und Spurenelemente in der Glasindustrie zu identifizieren und die Auswirkungen auf den Glasschmelzprozess zu erfassen. In der Behälterglasindustrie sind hohe Recyclingquoten üblich. Diese, von Politik und Gesellschaft gewünschten und geforderten, hohen Recyclingquoten bedingen, dass einmal in den Glaspool eingebrachte Verunreinigungen in diesem verbleiben und sich teilweise anreichern. Um die Belastungen gerade durch die eingesetzten Sekundärrohstoffe einordnen und bewerten zu können, wurde eine möglichst große Zahl an Proben von verschiedenen Glasherstellern eingesammelt und mittels handgehaltener RFA analysiert. Es wurden auch im Rahmen einer mehrtägigen Dauermessung täglich Proben gezogen und analysiert. Diese Messung wurde zur Bestimmung der zeitabhängigen Quecksilberemissionen genutzt. Die Ergebnisse der Dauermessung enthüllen, dass die Quecksilberemissionen auf einer Zeitskala von wenigen Minuten schwanken können. Diese Schwankung konnte auf Schwankungen in der Rohstoffzusammensetzung zurückgeführt werden.

Starke Variationen in der Zusammensetzung der (Sekundär-)Rohstoffe, wie sie im Verlauf der Untersuchungen dokumentiert wurden, sind für die Glasindustrie ein nicht zu unterschätzendes Problem. Die umfangreichen Analysen zeigen, dass die Gehalte der meisten Verunreinigungen in Konzentrationen vorliegen, die bezüglich einer Überschreitung von Grenzwerten unkritisch sind. Zur Verringerung der Belastung des Glaspools mit dem Schwermetall Blei wird ein Abtrennen der feinen Stäube vorgeschlagen, die den Scherben anhaften, da gezeigt werden konnte, dass sich ein Gutteil der Bleibelastung in diesen Stäuben findet. Ein Verständnis der Vorgänge mittels statistischer Berechnungen zur Prognose der Konzentration einzelner Elemente im Glas wurde in Angriff genommen, konnte aber nicht sinnvoll umgesetzt werden, da die sehr zahlreichen Einflussparameter nicht alle erfassbar sind.

Das Ziel des Forschungsvorhabens wurde teilweise erreicht.

Das IGF-Vorhaben 21222N der Hüttentechnischen Vereinigung der Deutschen Glasindustrie (HVG), Offenbach am Main, wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Laufzeit: 01.05.2020-31.04.2023

Forschungsstelle: Institut der Hüttentechnischen Vereinigung der Deutschen Glasindustrie (HVG), Offenbach

 

Mitglieder            30 €

Nichtmitglieder  30 €

Student:innen    30 €

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